Ratgeber zur Halsstraffung

Methoden, Ablauf und wichtige Informationen
Autor: Dr. Martin Kürten
Letztes Update: 31.12.2025
Halsstraffung Informationen - Dr. Kürten

Halsstraffung im Überblick

Was ist eine Halsstraffung?
Halsstraffung entfernt überschüssige Haut und strafft erschlaffte Muskulatur für eine verbesserte Halskontur.
Operationsmethoden
Verschiedene Operationsmethoden stehen zur Verfügung, von minimal-invasiven Eingriffen bis zur umfassenden SMAS-Straffung.
Ablauf und Heilung
Der Eingriff dauert 2-4 Stunden unter Vollnarkose mit einer Heilungszeit von 2-3 Wochen.
Kosten
Kosten variieren zwischen 3.000-15.000 Euro je nach Methode und Umfang der Behandlung.
Langfristige Ergebnisse
Ergebnisse halten in der Regel 8-10 Jahre und können das Selbstbewusstsein deutlich steigern.
Vorteile
Die Halsstraffung verbessert das Erscheinungsbild, steigert das Selbstbewusstsein und sorgt für ein jüngeres, frischeres Aussehen.
Gesellschaftsfähigkeit
Patienten sind in der Regel nach etwa 2-3 Wochen wieder gesellschaftsfähig und können am sozialen Leben teilnehmen.

Mit zunehmendem Alter zeigen sich die Spuren der Zeit besonders deutlich am Hals. Erschlaffte Haut, störende Fettansammlungen und die gefürchteten „Platysma-Bänder“ können das gesamte Erscheinungsbild beeinträchtigen und Jahre älter wirken lassen. Die Halsstraffung bietet verschiedene Lösungsansätze, um diese altersbedingten Veränderungen zu korrigieren und eine definierte Halskontur wiederherzustellen.

Die plastische und ästhetische Chirurgie hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht, sodass heute verschiedene Methoden zur Verfügung stehen – von minimalinvasiven Verfahren bis hin zu umfassenden operativen Eingriffen. Dieser Ratgeber bietet eine sachliche Übersicht über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten, den Ablauf und wichtige Aspekte, die bei der Entscheidung für eine Halsstraffung zu beachten sind.

Eine Arzt berät eine Frau zur Halsstraffung in entspannter Atmosphäre.


Was ist eine Halsstraffung?

Eine Halsstraffung (medizinisch als Zervikoplastik oder Halslifting bezeichnet) ist ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung überschüssiger Haut und Straffung der Halsmuskulatur. Ziel ist die Verbesserung der Halskontur und die Wiederherstellung einer definierten Kinn-Hals-Linie.

Bei dieser Behandlung werden verschiedene Strukturen im Bereich des Halses berücksichtigt. Neben der oberflächlichen Haut werden auch das darunterliegende Gewebe, unterschiedliche Hautschichten, die Muskulatur – insbesondere das Platysma – sowie das Fettgewebe behandelt. Die altersbedingte Erschlaffung dieses Muskels kann zu den typischen vertikalen Bändern führen, die umgangssprachlich als „Truthahnhals“ bezeichnet werden. Auch Fettansammlungen beeinflussen die Halskontur und können gezielt reduziert werden.

Die Haut am Hals ist besonders dünn und verfügt über weniger Talgdrüsen als andere Gesichtspartien. Dadurch ist sie anfälliger für den Alterungsprozess und äußere Einflüsse wie UV-Strahlung. Mit zunehmendem Alter nimmt die Elastizität des Gewebes ab, was zu sichtbaren Veränderungen der Halspartie führt. Für ein harmonisches ästhetisches Ergebnis sind insbesondere die Kinnlinie und die Form des Kinns von Bedeutung.

Gründe für eine Halsstraffung

Die Entscheidung für ein Halslifting basiert auf verschiedenen Faktoren wie genetischer Veranlagung, Lebensstil, Hauttyp und Umwelteinflüssen, die das Aussehen und oft auch das Selbstbewusstsein beeinträchtigen. Der natürliche Alterungsprozess ist dabei der häufigste Grund für Veränderungen in der Halspartie.

Ab dem 40. bis 50. Lebensjahr zeigt sich eine altersbedingte Erschlaffung der Halshaut. Die Spannkraft der Haut nimmt ab, und es entstehen charakteristische Falten und erschlaffte Halspartien. Diese Veränderungen sind ein normaler Teil des Alterns, können aber das Gesamtbild des Gesichts erheblich beeinträchtigen.

Das Doppelkinn stellt eine weitere häufige Indikation dar. Es entsteht durch Fettansammlungen unter dem Kinn oder kann genetisch bedingt sein. Manche Personen entwickeln bereits in jungen Jahren ein Doppelkinn, unabhängig vom Körpergewicht. In anderen Fällen verstärkt sich diese Problematik mit zunehmendem Alter.

Der sogenannte „Truthahnhals“ entwickelt sich durch vertikale Hautfalten und eine schwache Halsmuskulatur. Diese Veränderungen entstehen durch die Erschlaffung des Platysma-Muskels und können das Profil erheblich beeinträchtigen.

Eine Hauterschlaffung nach starkem Gewichtsverlust oder Schwangerschaft kann ebenfalls eine Indikation für eine Halsstraffung darstellen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass eine Gewichtsabnahme nicht immer zu einer Verbesserung der Halspartien führt, da überschüssige Haut und erschlafftes Gewebe bestehen bleiben können. Wenn die Haut ihre ursprüngliche Form nicht zurückgewinnt, bleiben oft störende Hautüberschüsse zurück.

Externe Faktoren wie UV-Strahlung, Rauchen oder Umwelteinflüsse beschleunigen den Verlust der Elastizität. Sonneneinstrahlung ist dabei einer der wichtigsten vermeidbaren Faktoren für vorzeitige Hautalterung im Halsbereich.

Eine Frau schaut in den Spiegel nach dem duschen und denkt über eine Halsstraffung nach.

Für wen ist eine Halsstraffung geeignet?

Die Eignung für eine Halsstraffung hängt von verschiedenen medizinischen und persönlichen Faktoren ab. Jede Person bringt individuelle Voraussetzungen und Wünsche mit, weshalb eine maßgeschneiderte Beratung und Behandlung in einer spezialisierten Praxis besonders wichtig ist. Eine sorgfältige Patientenselektion ist entscheidend für den Erfolg der Behandlung.

Männer und Frauen ab 40 Jahren mit deutlicher Hauterschlaffung am Hals sind typische Kandidaten für diesen Eingriff. Das Alter allein ist jedoch nicht das entscheidende Kriterium – vielmehr steht der individuelle Hautzustand im Vordergrund.

Eine gute körperliche und psychische Gesundheit ist Grundvoraussetzung für jede Operation. Patienten müssen in der Lage sein, den Eingriff und die anschließende Heilungsphase gut zu überstehen.

Realistische Erwartungen an das Operationsergebnis sind von entscheidender Bedeutung. Ein Halslifting kann erhebliche Verbesserungen erzielen, aber es macht niemanden 20 Jahre jünger. Ein ausführliches Beratungsgespräch mit einem Facharzt für plastische Chirurgie hilft dabei, realistische Ziele zu definieren.

Der Umgang mit Nikotin spielt eine wichtige Rolle bei der Patientenselektion. Möglichst sollte ein Rauchstopp oder eine Reduzierung der Zigaretten mindestens 4 Wochen vor und nach dem Eingriff erfolgen, da Rauchen die Wundheilung erheblich beeinträchtigt.

Schwere Grunderkrankungen oder Blutgerinnungsstörungen können Ausschlusskriterien darstellen. Eine präoperative medizinische Untersuchung klärt ab, ob der Eingriff sicher durchgeführt werden kann.

Haut am Hals und Halsstraffung

Die Haut am Hals spielt eine entscheidende Rolle für das gesamte Erscheinungsbild und wird dennoch häufig weniger beachtet als die Haut des Gesichts. Gerade weil sie besonders dünn und empfindlich ist, zeigen sich hier die Zeichen der Hautalterung oft früher und deutlicher. Faktoren wie UV-Strahlung, genetische Veranlagung, starke Gewichtsschwankungen oder Rauchen können die Elastizität und Spannkraft zusätzlich beeinträchtigen. Die Folge sind Falten, erschlaffte Hautpartien und eine weniger definierte Halskontur.

Im Rahmen der plastischen und ästhetischen Chirurgie bietet das Halslifting gezielte Möglichkeiten, die Haut zu straffen und das jugendliche Aussehen wiederherzustellen. Bei einer Halsstraffung entfernt der Facharzt überschüssige Haut und strafft das darunterliegende Gewebe, um eine harmonische und natürliche Halskontur zu erzielen. Die Wahl der Methode richtet sich nach den individuellen Voraussetzungen und Wünschen der Patienten – von minimal-invasiven Techniken bis hin zu umfassenden chirurgischen Eingriffen unter Vollnarkose.

Ein Beratungstermin beim erfahrenen Facharzt ist der erste Schritt, um die persönlichen Ziele und die am besten geeignete Behandlungsmethode zu besprechen. Hierbei werden die spezifischen Veränderungen der Haut am Hals analysiert und ein maßgeschneiderter Behandlungsplan erstellt. Die Nachbehandlung spielt eine wichtige Rolle für die Heilung und das langfristige Ergebnis.

Die Ergebnisse einer Halsstraffung können das Aussehen und das Selbstbewusstsein nachhaltig verbessern. Dennoch ist es wichtig, realistische Erwartungen zu haben und sich umfassend über Chancen und Risiken zu informieren. Ein erfahrener Facharzt begleitet Patienten auf dem Weg zu einer strafferen, jugendlicheren Halspartie.

Methoden der Halsstraffung - Dr. Kürten

Methoden der Halsstraffung

Die Auswahl der geeigneten Operationstechnik hängt vom individuellen Hautzustand, dem Alter des Patienten und dem gewünschten Ergebnis ab. Moderne Verfahren ermöglichen narbensparende und sichere Eingriffe mit langanhaltenden Resultaten.

Operationen wie das Halslift werden häufig mit anderen Verfahren kombiniert, um eine umfassende ästhetische Verjüngung zu erzielen. Ein erfahrener Facharzt entwickelt einen individuellen Behandlungsplan, der auf die spezifischen Bedürfnisse des Patienten zugeschnitten ist.

Moderne Techniken in der plastischen Chirurgie haben die Sicherheit und Effektivität von Halsliftings erheblich verbessert. Präzise Operationsverfahren und verbesserte Nachsorgekonzepte führen zu besseren Ergebnissen bei reduzierten Risiken.

Klassische Halsstraffung mit Schnitt hinter den Ohren

Die klassische Halsstraffung erfolgt über einen Hautschnitt entlang der natürlichen Ohrenfalte. Diese Schnittführung ermöglicht eine diskrete Narbenbildung, da die Narben in den natürlichen Hautfalten versteckt werden.

Bei diesem Verfahren wird überschüssige Haut entfernt und die Halsmuskulatur gestrafft. Die klassische Methode eignet sich besonders für eine umfassende Halsstraffung und bietet langanhaltende Ergebnisse.

Platysma-Halsstraffung

Die Platysma-Halsstraffung fokussiert sich auf die Straffung des Platysma-Halsmuskels. Ziel ist die Reduzierung vertikaler Hautbänder und die Verbesserung der Muskelspannung.

Die Behandlung der tieferen Gewebeschichten führt zu langanhaltenden Ergebnissen, da nicht nur die Haut, sondern auch die darunterliegende Muskulatur korrigiert wird. Häufig wird diese Methode mit einer zusätzlichen Hautstraffung kombiniert.

Teilentfernung der Submandibularisdrüse

Die Teilentfernung der Submandibularisdrüse kann im Zuge einer Halsstraffung durchgeführt werden, um eine bessere Kiefer-Kinn-Linie zu erreichen. Der Eingriff erfolgt sehr präzise, um wichtige anatomische Strukturen zu schonen.

Die Kombination mit anderen Halsstraffungstechniken ermöglicht eine umfassende Neuformung der Halspartie und kann bei entsprechender Indikation zu sehr guten ästhetischen Ergebnissen führen.

Minimal-invasive Verfahren

Für Patienten mit geringgradigen Veränderungen stehen minimal-invasive Verfahren zur Verfügung. Diese Methoden haben kürzere Ausfallzeiten und geringere Risiken, erzielen jedoch auch begrenztere Effekte.

Die Fettabsaugung (Liposuktion) eignet sich zur gezielten Entfernung lokaler Fettdepots, insbesondere im Bereich des Doppelkinns. Das Fadenlifting bietet eine weitere Option bei leichter bis moderater Erschlaffung. Laser- oder Radiofrequenzbehandlungen können die Hautstraffung unterstützen, indem sie die Kollagenproduktion anregen.

Risiken und Nebenwirkungen

Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der Halsstraffung allgemeine Operationsrisiken. Dazu zählen Blutungen, Infektionen und Narkoseunverträglichkeiten, die bei fachgerechter Durchführung jedoch selten auftreten.

Zu den spezifischen Risiken gehören mögliche Nervenschädigungen mit vorübergehenden Taubheitsgefühlen. Betroffen sind meist sensible Nerven, wobei sich diese Empfindungsstörungen in der Regel innerhalb einiger Monate vollständig zurückbilden.

Vorübergehende Schwellungen und Blutergüsse sind normale Begleiterscheinungen und klingen meist innerhalb von 2–3 Wochen ab. In seltenen Fällen können ausgeprägtere Schwellungen länger anhalten.

Asymmetrien oder eine unzureichende Straffung treten in etwa 5–10 % der Fälle auf und können gegebenenfalls eine Korrekturoperation erforderlich machen. Die Erfahrung des Chirurgen ist hierbei ein entscheidender Einflussfaktor.

Eine vermehrte Narbenbildung oder Narbenwulstung kann bei entsprechender genetischer Veranlagung auftreten. Moderne Nahttechniken und eine konsequente Nachsorge reduzieren dieses Risiko deutlich.

Erfahrungsberichte anderer Patienten zu Risiken und Nebenwirkungen können eine hilfreiche Orientierung bieten, ersetzen jedoch nicht das persönliche Beratungsgespräch.

Kosten einer Halsstraffung

Die Kosten für eine Halsstraffung beginnen in der Regel ab 3.000 Euro für nicht-operative Behandlungen und richten sich nach der gewählten Methode sowie dem Umfang des Eingriffs. Regionale Unterschiede und individuelle Voraussetzungen können die Gesamtkosten beeinflussen.

Im Preis enthalten sind üblicherweise die Operation, der Klinikaufenthalt sowie die unmittelbare Nachsorge. Zusätzliche Kosten können für eine Folgekostenversicherung oder spezielle Medikamente entstehen.

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für ästhetische Eingriffe grundsätzlich nicht. Eine Kostenübernahme kann nur in Ausnahmefällen bei medizinischer Indikation (z.B. Rekonstruktionen nach Tumorerkrankungen) geprüft werden.

Viele Kliniken bieten Finanzierungs- oder Ratenzahlungsmodelle an. Die genauen Konditionen sollten vor dem Eingriff transparent besprochen werden.

Ablauf der Halsstraffung - Dr. Kürten

Ablauf der Halsstraffung

Der Ablauf einer Halsstraffung folgt einem strukturierten Prozess, der mit einem ausführlichen Beratungsgespräch beginnt. In diesem ersten Termin klärt der Facharzt für plastische Chirurgie über die verschiedenen Methoden und möglichen Risiken auf.

Eine Bedenkzeit von mindestens zwei Wochen vor dem Operationstermin ist gesetzlich vorgeschrieben. Diese Zeit ermöglicht es dem Patienten, die Entscheidung sorgfältig zu überdenken und eventuelle Fragen zu klären.

Die präoperative Untersuchung umfasst eine umfassende medizinische Evaluation sowie die Anästhesie-Aufklärung. Dabei wird die Operationsfähigkeit des Patienten überprüft und der optimale Behandlungsplan festgelegt.

Die OP stellt das zentrale Element des gesamten Ablaufs dar, wobei eine sorgfältige Vorbereitung und eine strukturierte Nachsorge entscheidend für den Erfolg und die Heilung sind. Die Operation selbst erfolgt je nach Umfang unter Vollnarkose oder örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf. Die Wahl der Narkose hängt von der gewählten Operationsmethode und den individuellen Voraussetzungen ab.

Operationsdauer und Ablauf

Die Eingriffsdauer beträgt 1–3 Stunden je nach gewählter Methode und dem Umfang der erforderlichen Korrekturen. Umfassendere Eingriffe mit Muskelstraffung und Hautentfernung benötigen entsprechend mehr Zeit.

Zu Beginn der Operation erfolgt die präzise Markierung der Schnittlinien sowie die Desinfektion des Operationsgebiets. Diese vorbereitenden Schritte sind entscheidend für den späteren Operationserfolg.

Die eigentliche Operation umfasst die Entfernung überschüssiger Haut und die Straffung der Muskulatur. Der Chirurg arbeitet dabei schichtweise und achtet besonders auf die Schonung wichtiger Strukturen wie Nerven und Blutgefäße.

Ein mehrschichtiger Wundverschluss sowie die Anlage von Drainageschläuchen gehören zu den abschließenden Operationsschritten. Die Drainage verhindert die Ansammlung von Wundflüssigkeit und unterstützt die Heilung.

Zum Schutz der Operationswunden wird ein spezieller Verband angelegt. Zusätzlich kann ein Kompressionsverband verwendet werden, der Schwellungen reduziert und die neuen Konturen stabilisiert.

Vorbereitung auf die Halsstraffung

Eine sorgfältige Vorbereitung ist entscheidend für den Operationserfolg und eine komplikationsarme Heilung. Der Verzicht auf blutverdünnende Medikamente sollte – soweit medizinisch vertretbar – etwa zwei Wochen vor der Operation erfolgen.

Ein möglichst konsequenter Rauchstopp mindestens vier Wochen vor und nach dem Eingriff wird dringend empfohlen. Nikotin beeinträchtigt die Durchblutung und kann zu Wundheilungsstörungen führen.

Der Alkoholverzicht eine Woche vor der Operation unterstützt die Narkoseverträglichkeit und reduziert das Blutungsrisiko. Auch die Wundheilung profitiert von diesem zeitweisen Verzicht.

Die Organisation der Nachsorge und häuslichen Unterstützung sollte bereits im Vorfeld erfolgen. In den ersten Tagen nach dem Eingriff ist Hilfe im Alltag sinnvoll.

Ein abschließender Beratungstermin mit dem behandelnden Chirurgen dient der Klärung letzter Fragen und der Abstimmung realistischer Erwartungen. Dieser Termin ist auch wichtig, um die Details des Eingriffs final festzulegen.

Nachsorge und Heilungsverlauf

Nach der Operation erfolgt in der Regel ein stationärer Aufenthalt von 1–2 Nächten zur medizinischen Überwachung. Diese Phase dient der Kontrolle des Heilungsverlaufs und der frühzeitigen Erkennung möglicher Komplikationen.

Gegebenenfalls wird das Tragen eines Kompressionsverbands für 7–10 Tage empfohlen. Dieser unterstützt die Abschwellung und fördert die Anpassung der neuen Konturen.

Die Entfernung der Fäden erfolgt nach 7–14 Tagen, abhängig von der verwendeten Nahttechnik und dem individuellen Heilungsverlauf. Moderne Nahtmethoden ermöglichen häufig eine frühere Fadenentfernung.

Die Gesellschaftsfähigkeit ist meist nach 2–3 Wochen wieder gegeben. Die vollständige Ausheilung mit endgültigem Ergebnis kann jedoch 3–6 Monate in Anspruch nehmen.

Verhaltensregeln nach der Operation

Eine erhöhte Kopflagerung beim Schlafen für etwa zwei Wochen unterstützt die Abschwellung und reduziert das Blutungsrisiko. Mehrere Kissen oder ein verstellbares Bett können hierbei hilfreich sein.

Sportliche Aktivitäten und schwere körperliche Arbeit sollten für 4–6 Wochen vermieden werden, um die Heilung nicht zu beeinträchtigen.

Der konsequente Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung für sechs Monate ist wichtig, da UV-Strahlung die Narbenreifung negativ beeinflussen kann.

In den ersten Wochen empfiehlt sich eine vorsichtige Gesichts- und Halsreinigung ausschließlich mit klarem Wasser. Reizende Pflegeprodukte oder mechanische Belastungen sollten vermieden werden.

Regelmäßige Nachsorgetermine beim behandelnden Chirurgen gewährleisten eine engmaschige Kontrolle des Heilungsverlaufs und ermöglichen ein frühzeitiges Eingreifen bei Auffälligkeiten.

Ergebnisse und Haltbarkeit

Erste Resultate zeigen sich nach dem Abschwellen in etwa 2–3 Wochen. Das endgültige Ergebnis ist jedoch erst nach 6–12 Monaten zuverlässig beurteilbar, wenn der Heilungsprozess vollständig abgeschlossen ist.

Die Haltbarkeit der Ergebnisse liegt bei normaler Hautalterung meist zwischen 8 und 15 Jahren. Faktoren wie Hautqualität, Lebensstil und konsequenter Sonnenschutz haben einen wesentlichen Einfluss auf die Langzeitwirkung.

Erfahrene Chirurgen erreichen Zufriedenheitsraten von über 90 %. Eine sorgfältige Indikationsstellung und realistische Erwartungen sind dafür entscheidend.

Die verbesserte Halskontur führt bei vielen Patienten zu einer spürbaren Steigerung des Selbstwertgefühls und des äußeren Wohlbefindens.

Kombinationsmöglichkeiten

Häufig wird die Halsstraffung mit einem Facelifting kombiniert, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzielen und sichtbare Übergänge zu vermeiden.

Auch ergänzende Eingriffe wie eine Augenlidstraffung oder ein Stirnlifting können bei entsprechender Indikation sinnvoll sein und das Verjüngungsergebnis unterstützen.

Ein Eigenfetttransfer zur Volumenauffüllung im Gesicht kann die ästhetische Wirkung zusätzlich verbessern. Dabei wird körpereigenes Fett gezielt aufbereitet und eingesetzt.

Kombinationseingriffe ermöglichen häufig eine Kostenersparnis und einen gemeinsamen Heilungsverlauf, erfordern jedoch eine besonders sorgfältige Planung.

Nicht-operative Alternativen

Für Patienten, die keinen operativen Eingriff wünschen, stehen verschiedene nicht-operative Verfahren zur Verfügung. Radiofrequenz- und Ultraschallbehandlungen wie Ultherapy oder Thermage können moderate Straffungseffekte erzielen.

Injektionen mit Hyaluronsäure oder kollagenstimulierenden Substanzen führen zu zeitlich begrenzten Verbesserungen und müssen regelmäßig wiederholt werden.

Die Botox-Behandlung der Platysma-Muskulatur kann vertikale Halsbänder reduzieren und eignet sich vor allem für frühe Stadien der Erschlaffung.

Eine Kryolipolyse zur Fettreduktion am Doppelkinn ist ebenfalls möglich, erreicht jedoch nicht die Ergebnisse einer operativen Halsstraffung.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Eingriff selbst ist durch die Vollnarkose vollständig schmerzfrei. Nach der Operation treten in der Regel mäßige Schmerzen auf, die sich gut mit herkömmlichen Schmerzmitteln kontrollieren lassen.

Die meisten Patienten beschreiben die Beschwerden als muskelkaterähnlich und gut tolerierbar. Der Schmerzpeak liegt meist zwischen dem 2. und 4. postoperativen Tag, danach lassen die Beschwerden kontinuierlich nach.

Eine Halsstraffung wird meist ab dem 35. Lebensjahr durchgeführt, bei genetisch bedingter Fetteinlagerung oder Muskelerschlaffung auch schon früher. Das typische Behandlungsalter liegt jedoch zwischen 40 und 70 Jahren.

Entscheidend ist weniger das kalendarische Alter als vielmehr der individuelle Hautzustand. Bei zu früh durchgeführten Eingriffen können Ergebnisse unnatürlich wirken, weshalb eine sorgfältige Beratung besonders wichtig ist.

Bei überwiegend sitzender Tätigkeit beträgt die Arbeitsunfähigkeit in der Regel 1–2 Wochen. Für körperlich belastende Berufe sollte mit einer Auszeit von 4–6 Wochen gerechnet werden.

Die genaue Dauer hängt vom individuellen Heilungsverlauf und der Art der beruflichen Tätigkeit ab. Eine frühzeitige Planung der Auszeit ist empfehlenswert.

Korrektureingriffe sind grundsätzlich möglich, jedoch technisch anspruchsvoller als der Ersteingriff. Eine Wartezeit von mindestens 12 Monaten ist notwendig, um das endgültige Ergebnis zuverlässig beurteilen zu können.

Die Erfolgsaussichten einer Revision sind etwas geringer als bei der Erstoperation. Eine ausführliche Beratung über realistische Verbesserungsmöglichkeiten ist in diesen Fällen besonders wichtig.

Eine Folgekostenversicherung kann sich bei ästhetischen Operationen lohnen, da Krankenkassen Komplikationen nach rein kosmetischen Eingriffen oft nicht übernehmen. Sinnvoll ist sie vor allem bei umfangreicheren Operationen, Vollnarkose oder komplexen Techniken. Bei kleineren, minimal-invasiven Behandlungen ist der Nutzen meist begrenzt. Vor dem Abschluss sollten Leistungsumfang, Laufzeit und mögliche Ausschlüsse geprüft werden.


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